Aktuelles

Liebe Ratsuchende
Nach 5 Jahren, in denen unser Beratungstelefon rund um die Uhr zur Verfügung stand, sehen
wir uns im Moment aufgrund des Arbeitsaufkommens nicht in der Lage, weitere Anfragen
anzunehmen und Sie angemessen zu unterstützen. Unsere Ressourcen als rein ehrenamtlicher
Verein sind begrenzt. Wir werden uns bemühen, Ihnen sobald wie möglich wieder hilfreich zur
Seite stehen zu können.

Am 3. Oktober 2017 findet die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins in Hannover statt. Alle Mitglieder sollten eine entsprechende Einladung erhalten haben. Der Vorstand freut sich über zahlreiches Erscheinen.

Am 12. April 2017 wurde in der ARD der Film Freistatt gezeigt
Anschließend um 21:45 gab es eine Dokumentation zum Thema.
Der Film sollte Pflichtprogramm sein für alle in der Jugendhilfe Tätigen. Auch wenn die damalige Situation sich von der heutigen unterscheidet, sollte die "pädagogische" Praxis in der Haasenburg (mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Haasenburg) oder dem Friesenhof (mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Friesenhof_%28Einrichtung_der_Kinder-_und_...) die Fachwelt dazu veranlassen deutlich Stellung zu beziehen um zu verhindern, dass derartige Maßnahmen in Zukunft auch noch als "pädagogische Konzepte" legitimiert werden. Mehr dazu: http://www.geschlossene-unterbringung.de/

Deutscher Jugendhilfetag in Düsseldorf
Auf dem 16. Deutschen Jugendhilfetag (28.-30.03.17 in Düsseldorf) wird Jürgen Wittkötter Ombudschaft im Allgemeinen und BerNi e.V. im Besonderen vertreten auf dem Stand des Bundesnetzwerks (C 65). Von für uns von besonderem Interesse sind auf jeden Fall die Projektpräsentation der Ombudschaft Jugendhilfe NRW am 28.03.um 16:00 h im Raum 7b sowie der Workshop „Ombudschaft in der Jugendhilfe und das neue SGB VIII“ (mit Prof.Dr.Dr. Reinhard Wiesner (FU Berlin), Angela Smessaert (BRJ und AGJ) und Prof.Dr. Urban-Stahl (FU Berlin)) am 30.03., 11:30 h im Raum 8.

Kostenfreier Download des „Dialog Erziehungshilfe“
BerNi e.V. ist Mitglied im AFET, der „Dialog Erziehungshilfe“ ist die Zeitschrift des Verbandes.
Erfreulicherweise hat der AFET jetzt den Download freigegeben für alle Dialog-Ausgaben 2005 bis 2013.
http://www.afet-ev.de/veroeffentlichungen/Dialog/Archiv-Dialog-Erziehung...
Grundsätzlich sei einmal an dieser Stelle auf die Homepage des AFET hingewiesen: http://www.afet-ev.de/verband/

März 2017, Hannover
Wir haben eine neue Homepage. Viel Spaß beim Stöbern!

Beitrag Dieter Reuter-Spanier und Jürgen Wittkötter im Dialog Erziehungshilfe 4/2015:
http://www.berni-ev.de/uploads/Artikel%20BerNi%20Dialog.pdf

Ein Beispiel aus der BerNi-Beratungspraxis
Beratung bei reinen Sorgerechtsstreitigkeiten gehören nicht zum Aufgabenbereich von BerNi e. V. . Allerdings gehen Sorgerechtsentzügen, die durch Jugendämter veranlasst werden, manchmal misslungene Hilfeverläufe voraus. Ein besonders eklatanter Fall beschäftigte uns 2015. Erbetene Hilfen wurden verweigert und ein Neugeborenes aus der Entbindungsstation den Eltern entzogen. Das Familiengericht hatte dies per Eilbeschluss ohne Anhörung der Eltern zugelassen. In diesem Stadium der Entwicklung kann BerNi e.V. nicht mehr helfen. Es war dringend erforderlich einen erfahrenen Anwalt mit der Wahrnehmung der Rechte zu beauftragen. Der Anwalt hat nach Abschluss des Verfahrens diesen Fall dargestellt.
Nachzulesen im Internet hier:
http://www.sorgerecht-blog.de/blog/posts/jugendamt-hannover-saeugling-re...

Partizipation
Es ist eine Broschüre "Die Rechte von Pflegekindern" des PFAD (Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.) erschienen:
Ein Beitrag von Petra Mund und Timotheus Tannhäuser aus dem Nachrichtendienst des Deutschen Vereins (NDV) April 2016.
Zu bestellen ist die Publikation für 3,00 EUR zuzügl. Versandkosten bei info@pfad-bv.de

Unser Schwesterverein „Jugendhilferechtsverein e.V.“ in Dresden hat ein wie ich meine Super-Projekt
realisiert: Jugendliche erarbeiten Broschüre zu Rechten in der Hilfeplanung.
Nähere Informationen, Bestellmöglichkeit und zum Herunterladen:
http://www.jugendhilferechtsverein.de/index.php/projekt-noteingang/muske...

Zum Thema Partizipation noch ein außerordentlich interessantes Projekt:
Partizipation von Eltern in stationären Erziehungshilfen - Eltern reden und entscheiden mit
Für viele Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen in stationären Hilfen ein seltsamer, ein kontraintuitiver Gedanke.
Denn: Eltern werden leider eher als Menschen wahrgenommen, die Probleme verursachen
denn als Vater oder Mutter, die durchaus Kompetenzen mitbringen.
Nähere Informationen zum Projekt:
http://www.diakonie-rwl.de/themen/hilfen-zur-erziehung/modellprojekt-sta...

In diesem Zusammenhang auch eine Literaturempfehlung:
Reinhart Wolf und Remi Stork: Dialogisches Elterncoaching - Ein Methodenbuch für eine partnerschaftliche Bildungsarbeit (nicht nur) in den Hilfen zur Erziehung
IGfH: Reihe Praxis und Forschung, € 16,50

Hilfen für junge Volljährige
In der Ausgabe 143/2016 der "jugendsozialarbeit aktuell" (jsa), der Publikation der "Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit Nordrhein-Westfalen e.V.", ist ein Artikel über die Praxis des § 41 SGB VIII erschienen. Der Artikel trägt den Titel "Jugendhilfe für junge Volljährige - Einblicke in die Praxis des § 41 SGB VIII im Dreieck von Bedarf, Hilfegewährung und Schwierigkeiten der Durchsetzung" und wurde von Nicole Rosenbauer und Uli Schiller vom "Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe" (BRJ) verfasst. Er liefert einen Einblick in rechtliche Grundlagen der Hilfe für junge Volljährige und beschreibt Schwierigkeiten der Durchsetzung in der Praxis. Aus Sicht der Autorinnen können Hilfen für junge Volljährige einen zentralen Beitrag dazu leisten, dass jungen Menschen der so wichtige Übergang in das Erwachsen-Werden gelingt und sie nicht an den sich stellenden Anforderungen scheitern. Ihnen wäre zu wünschen, dass sich die Jugendhilfe für diese Altersgruppe sehr viel offensiver für zuständig erklärt und sie ihre Potentiale und rechtlich gegebenen Möglichkeiten in größerem Maße ausschöpft.
Der Beitrag ist hier abrufbar: http://www.brj-berlin.de/wp-content/uploads/2016/04/Rosenbauer-Schiller_...

Kinderrechte ins Grundgesetz
Die Diskussion, ob Kinderrechte ins Grundgesetz gehören oder nicht oder schon längst drin sind (Art. 1 und 2 GG), beschäftigt die Fachwelt schon seit geraumer Zeit. Sie wird insbesondere geführt unter Fragestellung, ob es einen Widerspruch zwischen Kinder- und Elternrechten gibt und ob dieser Widerspruch aufgelöst werden könnte. Ich verkneife mir an dieser Stelle die Ergebnisse meines inneren Diskurses - mir fällt auf, dass das Thema (soweit ich das sehe) in der Ombudschaftsdebatte und auch nicht bei BerNi auf die Tagesordnung gekommen ist.

In diesem Zusammenhang aber auch der Hinweis auf die Tagung:
"Kinderrechte, Elternrecht und öffentliche Verantwortung – Wirklichkeit trifft auf Anspruch“: Kinderrechte-Kongress-Dresden am 22./23. September 2016
Das Spannungsverhältnis von Kinderrechten, Elternrechten und öffentlicher Verantwortung ist das Thema des diesjährigen Kinderrechte-Kongress-Dresden, der am 22./23. September 2016 stattfindet. Kinderrechte betonen eigenständige Ansprüche und das unmittelbare Recht der jungen Menschen. Eltern haben ein natürliches Recht, in ihrer Verantwortung als erste Erwachsene für ihre Kinder respektiert und vor Übergriffen auch staatlicher Gewalt geschützt zu werden. Kinder wiederum haben ein natürliches Recht auf Eltern, die sie gut versorgen und erziehen können, wenn nötig mit Unterstützung durch die staatliche Gemeinschaft. Kinder- und Elternrechte können somit nur umgesetzt werden, wenn eine aktive staatliche Gemeinschaft ihre öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen aller Kinder ebenso grundgesetzlich behauptet wie praktisch wirkungsvoll gestaltet.
Das Themenfeld wird in verschiedenen Facetten diskutiert sowie in zahlreichen Fachforen und Arbeitsgruppen hinsichtlich diverser Praxisfelder der Kinder- und Jugendhilfe wie z.B. Vollzeitpflege, ASD, Sozialpädagogische Familienhilfe, Heimerziehung, Inobhutnahme, umF, Erziehungsstellen oder Ombudschaft bearbeitet.
Veranstalter_innen sind die TU Dresden, die Hochschule Mittweida, unsere sächsische „Schwesterinitiative" Kinder- und Jugendhilferechtsverein Dresden, der Deutsche Kinderschutzbund-Landesverband Sachsen und Outlaw Stiftung.
Informationen zum Kongress (und Anmeldung): http://www.kinderrechte-kongress.de/home/

Reform des SGB VIII
In der alltäglichen Praxis der Kinder- und Jugendhilfe ist nach unserer Beobachtung noch nicht - oder zumindest viel zu wenig - angekommen, was es mit der geplanten (angeblich zum 01.01.2017 !!!) geplanten Reform des SGB VIII auf sich hat. Unter dem Segel der inklusiven Lösung - seit Jahren gefordert und allseits begrüßt - scheint sich vor allem unter finanziellen Gesichtspunkten ein - auch von vielen schon seit langem beobachtetes - roll back in der Kinder- und Jugendhilfe anzubahnen: zurück zur guten alten Fürsorge. Es hat schon was, wenn „der Vater“ des SGB VIII, Prof.Dr. Reinhard Wiesner (mit „heiligem Zorn“ ?) einen Vergleich zieht zu den TTIP-Verhandlungen: jeder spricht darüber, keiner weiß nix oder nix Genaues:
Die IGfH hat am 14.06.16 einen Fachtag zu den Überlegungen und Entwürfe der Bundesregierung zur Weiterentwicklung und Steuerung der Kinder- und Jugendhilfe veranstaltet:
„Vom Kind aus denken?! Inklusives SGB VIII“
Lesenswerte und informative Beiträge (unter anderem der genannte von Wiesner unter: http://www.igfh.de/cms/nachrichten/fachtag-%E2%80%9Evom-kind-aus-denken-...